Weil´s ja sonst keiner macht

 

… muss ich das mal erwähnen. Heute vor 20 Jahren habe ich meine jetzige Arbeitsstelle angetreten. Und nutze nun diese Gelegenheit für ein kleines Resümee.

1989, als ich anfing, gab es noch keine PC´s bei uns und von Microsoftprodukten war noch keine Rede. Meinem damaligem Amtsleiter sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt, denn ohne seine innovativen Ideen von elektronischer Bürokommunikation und Computertechnik überhaupt , wäre ich nicht so bald in die Lage versetzt worden, mit so „neumodischem Zeug“ in Berührung zu kommen. Heute frage ich mich, wie das alles so funktioniert hat ohne Excel, Word, Outlook und Co damals. Doch dann 1 Jahr später , ging alles sehr schnell. Ich bekam den ersten PC im Amt und eine „echte“ Bibliothekssoftware. Ich lernte damit umzugehen und begann Bibliotheksneuzugänge zu katalogisieren. Einige Zeit später wurde auch eine elektronische Bürokommunikation im Amt realisiert und ich konnte die Kolleginnen und Kollegen über Neuerwerbungen via E-Mail informieren.

Spannend war auch der erste Internetanschluss bei uns. Ich hatte einen zweiten PC mit Internetanschluss in der Bibliothek stehen. Kolleginnen und Kollegen mussten sich in eine Art Warteliste eintragen und durften dann, wie beim Arzt, zum vereinbarten Termin in die Bibliothek kommen, um im Internet für ihre dienstlichen Belange zu recherchieren. Selbstverständlich wurde ich gebeten eine Tabelle zu führen, wann, wer, wie lange das Internet nutzt. Weil die Internetnutzung zeitlich abgerechnet wurde.

Oh, Kinners wie die Zeit vergeht. Wie ganz nebenbei habe ich die Anwendungen der MS-Produkte, des Internets und den Umgang mit diversen web 2.0 „Spielereien“ kennen gelernt und mir zu eigen gemacht. Die E-Mail Kommunikation hat heut zu Tage das gute alte Faxgerät (welches ich natürlich immer noch in meinem Büro stehen habe) fast gänzlich abgelöst. Das Twittern ist zwar erst seit einigen Monaten on vogue, aber vielleicht fragt man sich in 20 Jahren im Jahr 2029 „was ist denn faxen oder mailen“ damals gewesen.

Die Zeiten ändern sich, die Technik ändert sich. Einer meiner Kollegen ist leider zwischenzeitlich verstorben und einige andere Kolleginnen und Kollegen wurden in den Ruhestand versetzt. Mein Wunsch für meine persönliche Zukunft: Ich bin immer noch da, an der gleichen Stelle mit der gleichen Funktion. Ich würde gerne mit den mir Verbliebenen „richtig“ alt werden.

2 Antworten zu „Weil´s ja sonst keiner macht“

  1. imkeller sagt:

    Etwas verspätet, meinen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Dienstjubiläum. Wünsche Dir noch viele gute Stunden!

    • literaturanfall sagt:

      Dankeschön! „Stunden“… ist niedlich – bis zum Rentenanspruch dauert es noch ein paar Jährchen :-(

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